September 2011
Das ist beim Blinker im September'11 los

Herr Schumm erscheint auch mal unrasiert am Arbeitsplatz (oder sitzt er noch vom Vortag dort?!), was ihn von der Blinker-Lektüre beim morgentlichen Tee nicht abhält.
Es ist wieder soweit. Der neue Blinker kommt morgen in den Handel und Michael Schumm hat ihn schon gelesen und mit spitzer Feder seine Eindrücke zusammen gefasst.
Wie immer gilt: "Nichts wird so heiß gegessen, wie es geschreieben wurde..." ;-)
Es ist wieder soweit. Am Samstag zur Monatsmitte liegt der Blinker im Kasten. Ein dickes Karpfenmaul starrt mich an und an der Unterlippenmitte hängt ein knallroter Boilie am Haar.
Das Bild sagt schon, dass es in diesem Heft um Herbstkarpfen geht. Karpfen im Fluss, am See mal ganz schnell und dann wieder mit langer Planung. Karpfen oben, Karpfen unten, Karpfen im Kescher. Karpfen halt...
Ebenfalls immer noch ein Thema: Der Luftdruck. In der letzten Ausgabe wurde eine gewagte These aufgestellt, die jetzt natürlich noch mal diskutiert werden musste. Tenor: Luftdruck ist eine Größe, die jeder anders sieht. Eigentlich wissen wir nicht mehr als vorher, dafür kennen wir mehr Meinungen. Ich bleibe dabei: Die WetterVERÄNDERUNG ist die eigentlich gesuchte Größe. Der Luftdruck signalisiert sie nur.
Cherry, Cherry, Döbel... Das ist der Klassiker zur Kirschenzeit. Irgendwie kommt das Ding seit 30 Jahren immer wieder zum Spätsommer in die Hefte. Döbel mit Kirschen, Wander-Rucksack, Gerte, Kescher und die Suche nach den Dickköpfen am kleinen Bach. Köder ist natürlich die Kirsche. Eigentlich nichts Neues, aber immer wieder gerne genommen - auch beim Blinker.
Dann beginnt die Karpfenlitanei. Markus Pelzer gibt viele wertvolle Tipps für Herbstkarpfen. Einen ähnlichen Artikel gibt es übrigens auch im nächsten fangplatz.de-Programmheft (Mitte September).
Sebastian Rose erklärt zwischendurch dann, dass man Karpfen auch schnell fangen kann. Ein interessanter Aspekt, bekommt man als lesender Angler doch seit Jahren das Gefühl vermittelt, dass Karpfen nur nach Ansitzzeiten von 20 Stunden an den Haken kommen.
Dies ist bei Weitem nicht so. Erst vor wenigen Tagen war ich mit Alan Scotthorne (mehrfacher Friedfischweltmeister) an einem englischen See zum Fischen. Mit dabei waren 20 internationale, extrem wilde Karpfenmagazin-Journalisten. Sie fischten mit ihrem Karpfenspezial-Material 24 Stunden und präsentierten danach 2-5 „tolle Exemplare“, was Alan und mir nur ein Schulterzucken entlockte. Wir hatten ca. 40-60 kg Cypriniden an einem Nachmittag mit der Kopfstange und Gummizug gefangen. Danach hatten wir einen unterhaltsamen Angelabend in fröhlicher Runde von englischen Club-Anglern, eine erholsame Nacht im Hotel und ein tolles Frühstück. Lange Angelzeiten sind eben nicht immer besser und Stipper können es auch!...
Natürlich enthält das Heft wieder unzählige Tipps zu unserem Hobby. Der Leser erfährt, wie er Wacky-Weights selber bauen kann oder wie Wobbler tiefer geführt werden können. Apropos Wobbler: Die Crankbaits werden vorgestellt. Sie sind extrem fett und extrem fängig. Bertus Rozemeijer und Co. lassen sich in ihre Köderkiste schauen und zeigen, auf welche Modelle sie schwören.
Natürlich gibt es auch wieder die Seiten der „fangplatz.de-Freunde“. Oben erwähnter Alan Scotthorne erklärt euch in seinem Kapitel, wie er mit Zuckmückenlarven erfolgreich ist. Zwar ist dieser Köder extrem kniffelig, aber die Mühe lohnt sich auf jeden Fall. Der Fangerfolg am Wasser ist gewaltig. Übrigens: Einige Zuckmückenartikel findet ihr auch auf fangplatz.de...
In einem anderen Kapitel zeigt uns dann Michael Schlögl, wie die Kopfrute mit einem Feederkorb im Strom kombiniert werden kann. Das ist wieder eine richtig spannende Sache. Mit dieser Technik haben wir mal, allerdings wesentlich feiner, an der Großen Aue eine goldene Brassen-Nacht erlebt. Wer das fangplatz.de-Videokapitel High-Noon mit Rotaugen kennt, weiß, wohin die Reise führen wird.
Im hinteren Heftbereich geht es dann noch mit „dicken Nüssen“ auf Karpfen. Mit Tigernüssen macht Gregor Bradler die Probe auf Exempel und fängt genauso gut wie wir es euch schon vor 2 Jahren gezeigt hatten. Ihr findet unseren Online-Artikel im Karpfenteil.
Ein echter Joker ist das Blinker-Kapitel „Keine Chance für Aussteiger“. Ich erinnere mich noch an eine Stipp-WM, auf der alle Nationen die Engländer bespitzelten, als sie ein kleines Gummistück in ihre Matchruten-Montage bauten, um starke Fischschläge an ultrafeinem Mono-Gerät besser abfangen zu können. Bruno Mariani erklärt, wie es die Italiener beim Bolo-Fischen auf Barben erfolgreich einsetzen. Hier gibt es richtig was zum Lernen!
In einem Kapitel wird dann der Schreiber dieser Zeilen ehrfürchtig und verbeugt sich vor einem ganz großen Angler dieser Zeit – Albert Drachkovitsch. „Angeln ist wie Liebe: Es geht um die Verführung!“. Was soll man dazu noch sagen?...
Es ist mir unbegreiflich, weshalb dieses Interview dem Blinker nicht mal ein Bild im Inhaltsverzeichnis wert ist – z.B. für die jährlich erscheinenden Kirschendöbel-Serie. Nun ja, man findet das Interview aber auch so...
So, weiter bin ich im Lesen noch nicht gekommen. Es warten auf mich noch die Bauanleitung des Carolina-Rigs, eine Streamer-Strategie für Fliegenfischer, eine feine Festbleimontage, Meerforellen in Norddeutschland, ein Bericht über Küstenwobber, ein „schwereloser Wels-Artikel“ und eine Gewässervorstellung des Gobenowsees (Mecklenburg). Außerdem gibt es für die Jungleser einen immer größer werdenden Bereich und der DAV mit seinen Nachrichten hat ja auch schon seinen festen Platz im Blinker gefunden. Bis dahin bewundere ich die atemberaubenden Fotoschüsse eines Hechtdrills von Rainer Korn.
Es ist wieder reichlich Lesestoff im aktuellen Blinker. Tolle Geschichten, viele Infos und noch mehr Anleitungen für neue Angeltechniken. Ach so! Zu gewinnen gibt es natürlich auch wieder etwas (20 Rollen). Blinker-Leser gewinnen jetzt ihr Gerät und kaufen es nicht mehr.
Ich bin im September versorgt und ich hoffe, ihr auch!
Viel Spaß beim Lesen.
Euer
schummi
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Allgemein
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