Alan Scotthorne gibt Anglern Tipps.
Bei richtiger Organisation des Platzes funktioniert auch die Königsdisziplin im Stippen, das Angeln mit losem Futter und 16 m langer (!!!) Kopfrute wie ein Kinderspiel.

Tipps von Alan Scotthorne: Die Platzorganisation beim Stippangeln

Seitdem wir diese Rubrik ins Leben gerufen haben, verfolgt uns diese Frage: „Wie organisiert Alan Scotthorne seinen Angelplatz und wo hat er was griffbereit?“

Hier die Antwort:

Alan Scotthorne Platzorganisation.
Der Platz von hinten: Links der Beistelltisch mit Hakenbox (unter Tisch). Am linken Bildrand sind die Kits noch zu erkennen. Rechts ist alles frei für die Rute. Vorne der ist der Setzkescher.
Alan Scotthornes Kitablage.
Die Kitablage neben dem Beistelltisch.
Köderorganisation bei ALan Scotthorne.
Der Köderhalter sorgt dafür, dass der Köder in der passenden Höhe platziert sind. Gerade beim kontinuierlichen Füttern mit losen Maden ist das ganz wichtig.

Sicher kennt jeder Pole-Fischer das Problem, dass er immer eine Hand zu wenig hat. Gerade wenn ihr beim Polefischen auf 13m- oder 16m fischt und mit der Madenschleuder über einen langen Zeitraum kontinuierlich anfüttern müsst.
Ich bin Rechtshänder, daher konzentriere ich alle griffbereiten Dinge links neben mir auf einem kleinen Stelltisch, der an der Rive-Box befestigt wird. So habe ich die rechte Hand für die Rute frei.
Wichtig ist, dass die Stelltischhöhe so eingestellt ist, dass ihr bequem mit der linken Hand alles Nötige erreichen könnt ohne dass ihr dazu den Oberkörper beugen müsst. Letzteren braucht ihr ja zusammen mit der rechten Hand, um eure Rute in Position zu halten (s. mein vorletzter Tipp "richtig sitzen").

Links neben den Beistelltisch befindet sich meine Kit-Ablage, so dass ich auch hier alles griffbereit habe. Außerdem liegt hier auch mein Unterfangkescher.

Meine Köderboxen montiere ich in der Regel in einem Extrahalter ca. eine Unterarmlänge über dem Beistelltisch. Ich muss alle Köder so erreichen können, indem ich nur mit den linken Arm nach links greife. Dabei sollte die Köderboxen ca. auf Ellenbogenhöhe montiert sein.

Für meine Hakenbox (ich wechsele häufig die Haken) befestige ich hinten links unter meinen Abstelltisch einen kleinen Extra-Tisch. Meine Holz-Hakenbox findet dort ihren Platz.

Für die kleinen Helferlein beim Angeln nutze ich die Schubfächer meiner Rive-Box. Rechts habe ich ein langes Ausziehfach in dem ich die wichtigsten Kleinteile, wie Hakenlöser, Schlaufenbinder oder Bleizange finde. Nach vorne ist ein zweites breites Schubfach, was tiefer ist. Hier kommen dann die größeren Dinge, wie z.B. Bleischrot-Boxen, Ersatzschnur, Material zum Improvisieren oder Ähnliches rein.

Meine Stippvorfächer binde ich generell daheim. Das ist eine tolle Beschäftigung für den Winter. Ich habe immer von jedem Vorfach mehrere Varianten dabei. Sollte ich eins verbrauchen, tausche ich es sofort gegen ein frisch gebundenes aus.

Last but not least noch ein Wort zu meiner Rute. Ich rolle sie über die rechte Seite ab. Natürlich befindet sich dann auch mein Auffangnetz für das abgesteckte Rutenstück auf dieser Seite. Es ist am vorderen Bein meiner Plattform befestigt.

Ach so: Meinen Setzkescher befestige ich möglichst immer vor mir. Sobald ich einen gefangenen Fisch im Unterfangkescher zwischen meinen Beinen abgehakt habe, setze ich ihn im Unterfangkescher (!!!) in den Setzkescher. Das ist wesentlich schonender für den Fisch, so dass ich jeden nur empfehlen kann, es auch so zu tun! Je weniger ihr den Fisch mit euren Händen berührt desto besser ist es für ihn.

Ich hoffe, ich konnte euch einige Tipps zur Platzorganisation beim Stippangeln mit der Kopfrute mit auf den Weg geben.

Euer
Alan Scotthorne

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