The game is over!

So war der Shimano-Cup 2011

Tuesday, 25. October. 2011 16:13 Alter: 210 Tag(e)

Der Shimano Cup hatte für die Profis, den Nachwuchs, und auch für die bekannten Angler jede Menge zu bieten.

Ein schönes Wochenende ist vorbei! Für fangplatz.de-Schreiber "schummi" fing es mit einem Abendessen mit Alan und Sandra Scotthorne an und hörte mit einem Frühstück auf...
Zwischen den beiden Ereignissen lagen viel Licht und Schatten. Das Licht war definitiv die vielen netten Gespräche mit den Anglern am Wasser, unvergessliche unterhaltsame Stunden mit den Shimano-Anglern und ein Wetter, wie es der Papst nicht besser bestellen hätte können.
Die dunkleren Seiten waren sicherlich schummis anglerischen Erfolge. Am Ende des ersten Tages praktizierte er feinstes "Catch & Release" mit tatkräftiger Unterstützung eines Polizeibootes und dessen Wellengang. Tja, wer viel plappert und dabei zudem nicht acht gibt, den bestraft eben auch die Polizei in Brandenburg...

Tag 1: Tag der Extreme!
Der Tag began für mich um 8.05 Uhr. Also ganz genau 5 Minuten zu spät. ;-)
Erst zu dieser Zeit wurde ich wach (ein Dankeschön an das schreiende Kind im Hotelflur!!!), obwohl die offizielle Treffzeit am Silokanal um 8.00 Uhr war. Also kam ich mit 30 Minutiger Verspätung und ohne Frühstück im Bauch an, krallte mir das drittletzte Los und es war D37! ENDPLATZ, ganz hinten, der letzte in der Reihe und genau dort, wo die ganz großen Brassenschwärme wohnten. SENSATIONELL! Zumal ich am Vortag nur 2 Plätze weiter trainiert hatte. So war auch schnell meine 30-minütige Verspätung beim Aufbau aufgeholt.
Das Fischen begann, und jede Drift konnte entweder ein dickes Rotauge oder eine Brasse eingekeschert werden. Ein Traum!
Mein Nachbar war da weniger traumhaft. Denn er kescherte noch ein wenig mehr und hatte auch keine kürzeren Beißpausen als ich. Es war mir aber egal! Es hat Spaß gemacht. Drei Plätze weiter saß Alan Scotthorne und fischte lang-lang mit einer 12,5m langen Kopfrute. Da flogen die Fische schon mal auf 20m Entfernung aus dem Wasser! Man muss es gesehen haben, um das zu glauben. Alan ist immer für eine Überraschung gut! Seine Frau Sandra coachte ihn und auch ein ganz wenig mich. Nach 2 Stunden war klar: "Der schummi rückte dem Alan mit Hilfe seines Platzvorteil gewaltig auf die Pelle."
Wer uns beide (Alan und mich) schon mal erlebt hat, der weiß, was dort schon für Sprüche für den Abend vorbereitet wurden.
Nach 3 Stunden war das Angeln beendet. Flotter Abbau, schnell noch die Fische wiegen und umsetzen und fertig...
Das Wiegekomando war schon unterwegs (ich sollte der Erste beim Wiegen sein), der Setzkescher gelöst, doch dann kam das offizielle "HALT!" weil der Fischtransporter noch nicht dort war. Also hängte ich meinen Kescherkopf wieder provisorisch ein und hielt ein Pläuschchen mit meinen brandenburger Freunden. Nebenbei bemerkte ich ein Polizeiboot, was vorbei rauschte. Die Wellen klatschten mit Wucht vor meine Box. Ich machte mir im Gespräch noch Sorgen um meine Würmer. Dabei waren ganz andere Dinge viel gefährdeter! Die Wellen hatten meinen Kescherkopf angehoben, der Rückstrom zog ihn darauf Richtung Kanalmitte und die Fische nutzten ihre Chance und schwammen vondannen. "Klägliche 8,6 kg" fanden wohl nicht den Ausweg...
Das was in Sektor A oder B zum Höchstgewicht gereicht hätte, war hier eine Niederlage und ich der Depp der Nation. Zu Recht! So viel Dummheit muss an einer Wasserstraße bestraft werden.

In Sektor A gab es hingegen nur 5 Fänger. Der Rest begnügte sich mit Maden-Baden. Sei es Harald Windel, Günter Horler oder Thomas Pruchnowski. Die Null stand!
In Sektor B wurde es ein wenig besser. Allerdings waren hier Brassen ebenfalls Mangelware. Die Rotaugen in kleinen Größen galt es zu fangen und nebenbei mal den einen oder anderen dicken Bonusfisch. Dabei spielte oft auch die Bolo-Rute eine entscheidende Rolle. Einige fingen die größeren Fische auf der 20-25m Bahn.

Tag 2: Schadensbegrenzung und Durchhalten
Irgendwie fühlte ich mich an diesem Morgen wie ein Fußballspieler, der ein UEFA-Cup-Rückspiel spielen und eine 0:10-Schlappe aus dem Hinspiel wett machen sollte. Aber ein guter Platz in Sektor B sollte mir den Mut zu einem ordentlichen Vormittag geben. Man fing ein paar Rotaugen, trainierte seine Möglichkeiten mit der Bolo-Rute und reinigte am Ende seine Sachen. Das wars...

Für die anderen ging es zum Teil noch um Einiges. Es wurde also um jede Schuppe in diesem Bereich gekämpft. Die ersten 1,5 Stunden bissen die Fische auch extrem gut. Doch dann waren sie plötzlich wie vom Erdboden verschwunden. Sei es mit der Bolo-Rute, der Matchrute oder mit der Kopfstange. Es war nur noch vereinzelt ein Fisch zu ergattern. Ganz kurios war, dass die Fänge flussaufwärts abnahmen und nicht, wie sonst, anstiegen. Viele von uns machten den Sonnenstand und das extrem klare Wasser dafür verantwortlich. Während des Angelns wurde den Anglern übrigens etwas von den Hechten geboten. Oft hatte man einen vor der Kante stehen, der im klaren Wasser nur darauf wartete, dass ein Stipper ein Rotauge an ihm vorbei schleuste. Ich hatte zwei mal das Vergnügen meinen goldenen Rotaugenfang gegen einen halbstarken Räuber zu verteidigen.

In Sektor A lief es am zweiten Tag dann etwas besster. Fisch war zwar immernoch Mangelware, aber es gab ab und an mal einen.
Alan Scotthorne hatte das "Glück" dort zu sitzen. Nach einiger Zeit fing er dann auch einen kapitalen Aland, der nicht gewertet wurde. Am Ende konnte er aber noch 2 Brassen "überreden".

In Sektor C und D herrschte wieder die Brasse und die "Heber" und "Futterkanonen" konnten ihres Amtes walten.

Am Ende war ein Lokalmatador mit Ralf Gerike vom Team Brandenburg am erfolgreichsten. Ihm folgten dann Rainer Wenzel und Tobias Prast.
Alan Scotthorne kommt den "goldenen" ersten drei Plätzen immer näher. In diesem Jahr war er schon der fünft-erfolgreichste Fänger.

Fazit:
Tolles Event, extrem viele neue Gesichter (wir hatten Teilnehmer aus Schweden, die nur für den Shimano-Cup angereist waren!) und eine Jugendwertung, die dann auch den ambitionierten Nachrücker würdigte.
Zurück bleibt für mich ein etwas blöder Nachgeschmack wegen meiner eigenen Doofheit. Der wurde aber mit vielen tollen Abenden in netter Runde schnell wieder wett gemacht. Angeln besteht nicht nur aus Erfolgen und wer bis hierhin gelesen hat, dem schreibe ich an dieser Stelle:

BEFESTIGE AN EINER SCHIFFFAHRTSSTRASSE IMMER DEINEN SETZKESCHER GANZ, GANZ FEST BEVOR DU MIT ANDEREN ANGLERN QUATSCHST!!!!!!!!!!

Euer
schummi

Hier die Ergebnisse...

p.s. Mehr Bilder werden folgen...

fangplatz.de-News

Titel Programmheft 03-2011

Seite 2-3: Fangplatz/Vorwort

Seite 4-5: Serviert den Stören geräucherten Lachs

Seite 6-7: Serviert den Stören geräucherten Lachs

Seite 8-9: Serviert den Stören geräucherten Lachs

Seite 10-11: Friedfischangeln: Wertvolle Webpages / Method Feeder

Seite 12-13: Method Feeder

Seite 14-15: Feeder-Anglertreff `11 - Erfolgreich mit außergewöhnlicher Taktik

Seite 16-17: Feeder-Anglertreff `11 - Erfolgreich mit außergewöhnlicher Taktik / Alans Tipps

Seite 18-19: Forellenangeln: Tremarella-Strategie - Teil 1: Bombardenstrategie im Tagesverlauf

Seite 20-21: Tremarella-Strategie - Teil 1: Bombardenstrategie im Tagesverlauf / Kddies in Aktion

Seite 22-23: Trigger X Knetstunde / Interview mit dem Vizeweltmeister im Forellenangeln

Seite 24-25: Karpfenangeln: Seekarpfen im Früh-Herbst

Seite 26-27: Raubfischangeln: Boddenangeln bei Rügen

Seite 28-29: Wallerangeln - wenn ein Trip ins Wasser fällt

Seite 30-31: Termine und Veranstaltungen / Fishing Tackle Max

Seite 32: Shimano