Neulich ist eine halbe Jugendgruppe über mich beim Matchangeln hergefallen. "Wie stellst du das an, dass sich deine Schnur nicht beim Wurf verwickelt?" war die Frage aller Fragen, nach drei Rotaugenfängen. Eine Frage, die sich viele erwachsene Angler nicht mehr trauen zu fragen, erscheint sie ihnen doch zu banal. Trotzdem sehe ich auch bei ambitionierten Anglern immer wieder schwächen bei ihrer Bebleiung von Wagglern.
Die Fragen der Jugendlichen waren somit die Geburtsstunde dieses Artikels, in dem ich einige wissenswerte Infos rund um das Schrotblei sowie den Grundregeln zum austarieren des Wagglers vorstelle. Befolgt ihr die Tipps wird sich auch bei eurem Waggler nicht mehr viel beim Wurf verwickeln.
Das erste Bleischrot wurde in England zur Jagd verwendet und kam über diesen Weg dann wohl zum Angeln. So geht der Ursprung der größten Bleischrote in vielen Sortimenten – SSG – auf die Schrotkugel zur Schwanenjagd oder Großvögel zurück ("Swan Shot Grain"). Auf Kleinwild wurden die SG-Schrote gefeuert ("Small Game"), während die BB-Schrote auf Kleinvögel eingesetzt wurden ("Black Birds").
Im Laufe der Zeit kamen im Fischen weitere Bleigrößen hinzu. Sie waren dann ein Bruchteil der vorhandenen Größen und die kleineren Schrote orientierten sich am Absinkverhalten im Wasser. Daraus entwickelte sich ein (fast) logisch zusammenhängendes Schema, was heute auf fast jedem Waggler oder auf jeder Bleiverpackung zu finden ist.
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