
Die Montage ist fertig und wir sind am Wasser. Jetzt ist es ganz wichtig zu entscheiden, wo wir angeln werden. Es hat sich bei den Spezialisten immer wieder gezeigt, dass gerade kleine Kanten in der Ufernähe für die Friedfische sehr interessante Fressnäpfe sind, die sie gerne und viel aufsuchen. Diese Kanten müssen wir jetzt mit der Rute finden.
Zunächst müssen wir aber heraus finden, wie tief das Gewässer an unserer Angelstelle ist. Hierzu befestigen wir das dickste Blei unserer Schrotsammlung entweder am Karabinerwirbel, an dem unser Vorfach befestigt werden soll oder direkt am Haken.
Dann heißt es Auswerfen und schauen, was mit der Pose passiert. Geht sie unter, müssen wir den Stopperknoten weiter Richtung Rolle schieben, liegt die Pose hingegen platt auf der Wasseroberfläche, muss der der Stopperknoten näher an die Pose ran.
Dieses Spielchen müssen wir jetzt so lange wiederholen, bis die Pose mit ihrem oberen Dritteal aus dem Wasser schaut.
Jetzt wissen wir erst, wie tief unser Angelplatz ist. Wir möchten aber heraus finden, wie die Bodenstruktur aussieht. Hierzu werfen wir unsere fertig montierte und mit dem zusätzlich versehenen Lotblei noch mal aus und ziehen sie langsam Stück für Stück an Land. Dabei stoppen wir alle 2 Meter unsere Einholbewegung und geben etwas Schnur. Jetzt ist es ganz wichtig zu beobachten, was die Pose macht. Geht sie unter (es wird tiefer), bleibt sie normal stehen (es bleibt gleichtief) oder kommt sie aus dem Wasser (es wird flacher – das ist meist der Fall).
Ideal sind jetzt die Positionen, an denen die Pose erst immer normal im Wasser steht und sich dann plötzlich langsam beginnt auf die Wasseroberfläche hinzulegen. Hier ist ein Absatz im Untergrund und das ist für Friedfische immer sehr spannend, weil sich hier immer viel Nahrung ansammelt.
Jetzt dürft ihr aber nicht hocherfreut eure Pose einholen! Dann verliert ihr diesen so interessanten Platz.
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