Im Jahr 2003 tauchten die Cralusso Posen in der Form Torpedo zum ersten Mal richtig groß in Europa auf, als das ungarische Nationalteam damit Weltmeister wurde. Wenige Monate später hatte jeder Top-Angler diese Posenform mit in seinem Sortiment. Meistens kamen die Posen aus Insiderbeständen und waren daher in Deutschland schwer zu erhalten. Jetzt findet man sie aber in nahezu jedem Angelgeschäft in Flussnähe und bei den letzten internationalen Fischen sah man sie auch immer häufiger im Einsatz.
Wie und wo man diese Posenform am besten einsetzt, erklärten uns Jörg Iversen, Salesmanager von Fishing Tackle Max und Claus Möller, Teamangler von Mondial-F, in diesem Bericht.
Hat man es an einem Fluss auf große Brassen, Barben oder Rotaugen abgesehen und muss deshalb der Köder möglichst ruhig präsentiert werden, dann hat man in der Cralusso-Pose das ideale Gerät für seine Kopfruten-Montage gefunden. Durch ihre flache Form steht sie sehr ruhig im Wasser. Die ausgearbeiteten Kerben am oberen Posenkörper lassen das Wasser wie über Führungsschienen an der Pose entlang gleiten und verleihen der Pose damit noch mehr Stabilität als es der klassische Lolli je geben könnte. Die Pose zeigt schon die kleinsten Bisse am Haken ganz deutlich an, erklärten mir die beiden Friedfischexperten.
Damit die Cralusso Torpedo in der Strömung erfolgreich eingesetzt werden kann, müssen aber einige Grundregeln bei der Montage eingehalten werden, so Claus Möller:
Hat man die richtige Größe für die aktuelle Strömung gefunden, geht es an die Bebleiung der Montage. Hier bildet eine Bleiolive die Basis. Sie wird auf der Schnur durch ober- und unterhalb befestigte Stopperbleie fixiert. Dieses Blei-Paket wird beim Fischen immer im Wasser schweben und NICHT auf dem Grund aufliegen. Weiter unten können wahlweise 1 bis maximal 3 (!!!) Bissanzeigerbleie der Größe No. 8-3 montiert werden. Dabei haltet euch an folgendes Schema:
Tragkraft von 2 bis 4 Gramm ==> Größe 8
Tragkraft von 5-6 Gramm ==> Größe 6
Tragkraft von 7-10 Gramm ==> Größe 5
Tragkraft von 11-15 Gramm ==> Größe 3
ab Tragkraft 16 Gramm ==> Größe 1
Man kann 1-3 dieser Bleie auf den Untergrund aufliegen lassen. Durch die verzögerte Führung werden die Bissanzeigerbleie durch den Strömungsdruck mal leicht angehoben und fallen dann wieder auf den Grund zurück. Das gibt dem Köder einen zusätzlichen Reiz ffür die Fische.
Möchte man die Pose ruhig an der Stelle halten, um dicke Brassen oder Barben zu fangen, dann sollten immer alle drei Bleie aufliegen. Bei leicht verzögertem Führen sollten 1-3 Bissanzeigerbleie aufliegen, je nach Strömungsverhältnissen.Ganz wichtig ist auch die Befestigung der Schnur an der Pose. Sie wird mit vier Silikongummis (drei unten, eins oben) befestigt. Der Posenkörper darf dabei die Schnur nicht berühren (s. Bild rechts). Das praktische dieser Befestigung mit Gummischläuchen: Beim Verpacken der Montage kann man die Pose entfernen und schonend in einer Posenbox aufbewahren. So kann beim Transport wirklich nichts an ihr kaputt gehen.
Hat man die Pose exakt ausgebleit und die Tiefe ausgelotet, geht es an das Angeln. Die Pose kann ganz konsequent in der Strömung gehalten- oder gaaanz langsam verzögert geführt werden. Dabei sollte man die Rutenspitze immer dicht über der Wasseroberfläche halten. So zeigt sich die Cralusso von ihrer besten Seite. ;-)
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