Es ist schon Mitte Oktober und die Tage werden kürzer. Allerdings hat uns ein Hochdruck-Gebiet warmes sonniges Wetter beschert, als bei mir das Telefon klingelte. Am anderen Ende war Michael Schlögl, der mich daran erinnerte, dass wir noch dieses Jahr gemeinsam am Rhein angeln wollten. Keine Kamera, keine Theorie, wir wollten einfach nur gemeinsam die Rhein-Fische unsicher machen. Das Wetter war top, die Fische bissen und wir hatten beide Zeit, was schon ein Wunder für sich darstellte. Also ging es am nächsten Tag zum Angeltripp. Der Rhein führte relativ wenig Wasser, trotzdem wirkte er für mich als Dauer-Weserangler fast wie der Nil. Es ist schon erstaunlich, wie man sich immer wieder in den Größen täuschen kann. Auch die Steinschüttungen sind hier eine Nummer größer. Bei uns an der Weser liegt Kies und hier waren es Findlinge. Jetzt weiß ich, wie sich die Römer fühlten als sie vor 2000 Jahren vor diesem Strom standen!
Natürlich habe ich mich nicht ganz an unsere Abmachung gehalten und meine Kamera eingesteckt – zum Glück!!!
„So schummi, wo sollen wir uns jetzt hinsetzen?“, klar ich sollte wieder die Begründung liefern, wenn nichts gefangen wurde. „Ne, ne mein Junge, du hast Heimvorteil und du entscheidest!“ Michael grinste und sagte, lass uns hier unten hin gehen. Man brauchte nicht weit laufen, es war ein gemütliches Plateau da, also sprach nichts dagegen. Unter dem Plateau war ein Einlauf von einem Wasserrohr. Das Ufer war mit riesigen Steinen befestigt, so dass hier ohne Plattform oder Kiepe mit Fußstützen nichts ging. Wir hatten natürlich alles zusammen. Der Strom hatte an dieser Stelle eine ganz ordentliche Power. Michael erklärte mir, dass wir ca. 30 Meter raus werfen müssen. Denn da befindet sich eine Kante und die Steinschüttung ist zu ende, so dass wir da auf freien Untergrund treffen würden und wenig Hänger bekämen. Ok, diesen Argumenten konnte ich mich nicht verschließen.
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