Ich ertappe mich immer wieder selbst bei der Einschätzung eines Gewässers, dass ich die schnelle Formel anwende: »Kleines Wasser, kleine Fische. Großes Wasser, große Fische!« Doch diese »Weisheit« sollte man schnell aus dem Gedächtnis streichen, denn gerade kleine Bäche beherbergen echte Schätze, wie Barsche, Forellen oder Hechte, wenn man denn weiß, wie man an sie ran kommt.
Wir waren mit Shimano-Angler Andy Weyel und Boris Wagner an einem kleinen Waldbach mit kleinen Rapala-Wobblern unterwegs und erlebten eine Angelsternstunde am Nachmittag…
Kleine Bäche werden oft bei Anglern etwas schnell zur Seite geschoben. Sie scheinen zu klein zu sein, um dass sich irgendein größerer Fisch hier wohl fühlen könnte. Allerdings sind solche »Wässerchen« nicht zu verachten. Immer wieder gibt es Gumpen, die einige Meter tief sein können. Unterspülte Baumwurzeln bieten ideale Unterstände für große Forellen, Hechte oder Barsche. Oft stehen die Forellen auch direkt in den Ausläufen von kleinen Rauschen und warten nur auf einen Happen, der ihnen hier direkt ins Maul schwimmt. Viele Abschnitte solcher Bäche sind von Bäumen und Büschen überwachsen. Wenn man hier seinen Köder genau ans Ziel bugsieren kann, dann hängt nicht selten der Bewohner dieses fischträchtigen Bereichs sofort am Haken. Denn eines haben diese Gewässer ebenfalls alle miteinander gemeinsam: Die Fische, die hier leben, kennen die Angler mit ihren Tricks noch nicht.
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