
Das eine oder andere Handicapped-Kadermitglied kennen wir alle. Sie fischen bei vielen Angeln mit und fallen dort durch gute Platzierungen auf. Kein Wunder, gehören sie doch zu dem Kreis der besseren Stipper in Deutschland. Ralf Töpper z.B. ist beim Colmic Cup immer ein heißer Kandidat für die Top-10 im Sektor. Bei der Browning Champions Trophy 2005 landete er im Einzel auf Platz 13. Jetzt erzählt er uns, wie sein Team WM-Bronze bei der Handicapped-WM 2005 holte...
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Natürlich, eine WM für körperlich behinderte Angler läuft etwas anders ab. Vor allem an der zur Verfügung gestellten Strecke müssen einige Grundbedingungen einfach vorliegen." erzählt mir Ralf, den ich schon vom Colmic Cup 2004 kenne. "Im Wasser sehen für die Fische dann alle Haken wieder gleich aus. Und das ist genau das Schöne am modernen Friedfischen. Hier können körperlich behinderte und nicht behinderte wunderbar miteinander angeln ohne dass eine Schranke, wie z.B. beim Fußball, besteht."
Doch wie sieht so eine WM im Einzelnen nun aus? Um alles einigermaßen gleich zu verteilen, muss jedes Team 10 Handicap-Punkte zusammen bringen. Das wird durch eine Kommission entschieden. Beeinträchtigt eine Behinderung einen Angler zu stark, wird ihm ein Helfer für das Keschern oder andere Handreichungen aus dem eigenen Team zur Verfügung gestellt. "Es ist aber bei weitem nicht so, dass nur die Teilnehmer mit den geringsten Behinderungs-Graden am erfolgreichsten sind!" ergänzt Ralf sofort. Für alle Teilnehmer ist es eine große logistische Aufgabe, alle Geräte zu so einer Veranstaltung mit zu bekommen. Wir wissen ja selbst, was wir schon alles mit schleppen. Jetzt überlegt mal, da muss noch ein Rolli, Krücken oder irgend etwas anderes mit ins Auto... ;-)
Der Kader bestand aus den Anglern Reinhardt Eder, Jürgen Paul, Christian Neundorf und Ralf Töpper, der dem Team als Trainer etwas die Richtung gab. Ralf hatte sich ja schon letztes Jahr mit einer Bronzemedaille belohnt, so dass seine Tipps sicher gerne angenommen wurden. Die Begleiter waren Roger Bach (Teamchef und Präsident des H.A.D.), Milan Majestvrovice, Jonny Klink und Enrico Pankow.
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