Was machen die Engländer anders, dass sie am Ende immer vorne stehen? Haben sie Wunderwaffen oder sogar goldene Hände, dass sie es immer wieder schaffen, mehr Fische als die anderen zu fangen? Fragen, die sich nicht nur die Angler der deutschen Nationalmannschaft seit Jahren stellen. Als Antwort bekommt man meist: "Ihnen zuzusehen ist eine Augenweide". Aber was heißt das nun genau?
Ich war mit einem englischen Nationalkader-Teammitglied und 4-fachen Einzelweltmeister, dem Shimano-Angler Alan Scotthorne, unterwegs um wirklich Neues zu erlernen.
Diese Serie schildert euch meine Eindrücke...
Für unsere Angelbegegnung hatte ich mir den Silokanal ausgesucht, weil er zum einen momentan (es ist Herbst) schön viele Fische beinhaltet und er zum anderen der Austragungsort des Shimano Cups 2006 sein sollte, an dem Alan mitfischen wollte. Also konnten wir mehrere Fliegen mit einem Streich erlegen.
Nachdem wir schon zum Abendessen recht ordentlich über die Angelphilosophien diskutiert und kleine nette Geschichtchen aus der Angelwelt ausgetauscht hatten, ging es dann am nächsten Morgen an die Praxis.
Beim Auspacken, musste ich enttäuscht feststellen, das sich Alans Material nicht sonderlich von meinem unterschied. Nun gut, seine ASPIRE war bei mir "nur" eine SpeedMaster aber im Prinzip war das Gerät sehr ähnlich. Auch die Futterutensilien kamen mir bekannt vor: Kantenputzer von Michael Schlögl, blaue Eimer von van den Eiden sowie Falteimer von Shimano.
Die Futtermischungen waren ebenfalls in völlig unspektakulären Tüten, die man in jedem Laden erhalten kann (leider nicht so oft in Deutschland). Nicht mal kleine weiße Aromafläschchen oder Dosen konnten erblickt werden.
Kurz: Es war alles stink-normales Angelgerät und weit und breit war keine "Zauberwaffe" erkennbar.
Das Futter:
Nachdem das Gerät am Platz einigermaßen platziert war (hier hatte Alan ein ganz festes System), ging es an die Zubereitung des Futters. Seiner Meinung nach ist der Duft im Futter eher nebensächlich. Viel wichtiger sind Mehlzusammenstellung, der Anteil von Saaten, die Konsistenz und der passende Anteil von Köderzusätzen (Caster, Maden, Hanf). Die Grundregel ist hierbei immer: Alles so einfach wie möglich halten.
Welche Futtermischung war also heute wichtig?
"Die natürliche Köderpresentation wird heute mit 3-4 Gramm gut gelingen. Außerdem ist das Wasser recht klar. Ich werde daher ein dunkles Futter anrühren, das zudem sehr klebrig sein sollte, damit ich es immer auf den Punkt auf den Grund bringen und außerdem viel Lebenköder mit untermischen kann." erklärte mir Alan in kurzen sachlichen Worten. Natürlich fischt er die Futtersorten von seinem Futter-Sponsor Van den Eynde (wie so viele Engländer):
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