Irgendwann ist es in jeder Angellaufbahn soweit, dass einer der „Angelstöcke“ mit einem gut hörbaren „KRACK“ in zwei Teile berstet. Gerade bei den Stippern mit den bis zu 16 m langen und dünnwandigen Kopfruten sind diese Ereignisse sehr gefürchtet, hieß das doch bis vor wenigen Jahren, dass ein neues, oft sehr teures Ersatzteil angeschafft werden musste. Handelte es sich bei der gebrochenen Rute gar um ein älteres Schätzchen, dann war oft kein Ersatzteil mehr lieferbar – ein Ruten-Neukauf war unumgänglich. Jetzt gibt es aber den Poledoc "Made in Germany"!...
Letzten Herbst war es bei mir! Eine Sturmböe erwischte mich voll von der Seite und zerlegte meine feine Shimano SpeedMaster. Eigentlich eine logische Folge, hätte ich mit der Rute bei den stürmischen Bedingungen doch nie fischen dürfen. Aber es war geschehen. Jetzt war also die beste Möglichkeit, einmal den Poledoc kennenzulernen und euch über die Reparatur-Ergebnisse zu berichten.

Wenn ich ganz ehrlich bin, ist mir die Rute nicht einmal gebrochen, es waren eigentlich 2 Teile (Teil 7 und Teil 4). Beide Teile waren sauber geborsten, so dass mir der Poledoc, Ralf Rosarius, bei der ersten Begutachtung am Wasser gleich signalisierte: „Das bekommen wir wieder hin!“
Da jeder Bruch individuell ist, muss er auch individuell kalkuliert werden. Hierzu betrachtet sich Ralf entweder Bilder der Bruchstelle oder am besten die gebrochenen Teile direkt. „Wir haben unterschiedliche Bruchkategorien“ erklärte mir Ralf. „Sie richten sich nach dem Durchmesser des gebrochenen Blanks und nach der Bruchart. Multiplizieren wir die Faktoren, erhalten wir den Reparatur-Preis“ führt er weiter aus.
Meist kommen bei dieser Rechnung Preise zwischen 30 EUR und 70 EUR zusammen. Bei diesen Preisen lohnt sich die Reparatur durchaus, gerade für die teuren Kopfruten.
Aber nicht jeder Bruch ist reparabel. „Es wird immer schwierig, wenn bei Stippruten die ersten drei Spitzenteile repariert werden sollen. Die Verdickung, die bei unserer Reparatur schon extrem dünn ausfällt, ist für diese dünnen Teile-Durchmesser dennoch zu kräftig, was die Aktion extrem einschränkt. Nicht selten brechen diese Teile dann an anderen Stellen.“ erklärt er mir.
Ebenfalls schwierig wird es, wenn die Bruchstelle direkt am Einsteckstück des Teils sitzt oder das Einsteckstück sogar selbst gebrochen ist. „So etwas wird nichts!“, bringt Ralf die Sachlage auf den Punkt.
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