


Mein Name ist “schummi” und ich mache seit 1973 das Angeln unsicher. Genau da besorgten mir meine Eltern bei Koipers in Roermond meine erste Angel, die ch heute noch hetschel.
Die Maden waren danaks noch bunt und mein Angelrevier war der Venekotensee bei Brüggen. Unzählige Male wurde ich beim Schwarzangeln erwischt, doch ich bin immer durchgeflutscht, denn der Lütte fängt so ja eh nichts. Tatsächlich waren es nur ein paar kleine Flußbarsche.
Das sollte sich 1983 dann schlagartig ändern! Denn ich betrat offiziell die Bühne der organisierten Angler. Schnell hatte ich eine neue Telerute mit Spitzenring und Gewinde für die “Schwingspitze” (oder Ledger). Ich weiß gar nicht, wie oft ich im Kreis Brüggen auf meine “kaputte Rute” angesprochen wurde, Aber ich fing Karpfen! Immer so zwischen 5 Pfund und 10 Pfund. Schnell war der kleine Bielefelder bekannt. Was die wenigsten aber wussten, war, dass die Rheinarme aus England ihren Hauptsitz in Bielefeld hatte und die dort ansässigen Soldaten führten mich schon früh in die Geheimnisse der englischen Angeltechniken ein. Das zahlte ich schon früh in Fänge aus. Da lermne ich auch meine erste und wichtigste Regel, der ich noch heute folge: “Nur wer fängt bleibt beim Angel. Egal wie viel. Er muss fangen!”.
Zugegeben. Ich habe es mit dem Fangen etwas übertrieben. Aber mit dem Alter bin ich ruhiger geworden. Das bedeutet aber nicht, dass ich Brasse, Rotauge und Co. heute nicht mehr verstehe. Ganz im Gegenteil! Unzählige Sessions mit Michael Schlögl, Alan Scotthorne, Bob Nudd, Steve Ringer und den deutschen Nationalanglern haben meinen Blick noch geschärft. Später bauten wir noch die erste Nationlmannachft im Forellenangeln mit Andy Weyel und Andy Krain von der Barweiler Mühle auf. Wir entdeckten Lars Lindemann, der heute bei Tubertini ein großer Vordenker ist. Shimano Deutschland mit Petra Krichel hatten mir damals schon ermöglicht, meinen Taum in einer Zeit zu leben, in der im Angeln an noch kein Sponsoring gedacht wurde.
1988 wurde ich dann als stellvertretender Jugendleiter gewählt. Jugendleiter war mein langjähriger Angelfreund Jan-Nicolai Klement, der heute das Ordnungsamt der Stadt Minden leitet und bald nach Bielefeld wechset. Wir rockten damals die Jugendgruppe und nicht selten rollten wir mit 40-50 verrückten Junganglern an, die alles in Grund und Boden fingen. Aus dieser Gruppe war auch Simon Stallabrass, der später das Carp Hunters Madazine “CHM” gründete und dann über Jahre leitete. Alle zusammen waren besondere Angler – bis heute. Und wir haben am Ende der 80er allen bewiesen “Angeln kann auch cool sein!”.
WAS?! Das soll alles sein??!!!!
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